Von Kulkwitz nach Leipzig

Das ging jetzt alles wirklich sehr schnell. Nur noch eine vergleichsweise kurze Tour und dann sind wir in Leipzig. Der Start war perfekt, denn nach einem schönen Frühstück lachte die Sonne wieder und so ging es für uns auch los.
Ursprünglich wollten wir am Kulkwitzer See vorbei und dann über den Westbezirk von Leipzig in Richtung Zentrum wandern. Die Strecke erschien uns dann aber nicht so attraktiv, weshalb wir südlicher über verschiedene Feldwege gingen. Zunächst führte der Weg aber durch Kulkwitz vorbei an ihrer Wehrkirche.
Dann ging es durch ganz nette Gartensiedlungen und über das freie Feld. Die Strecke war sehr flach und es gab keine großen Anstrengungen.
Hier gab es auch praktisch keine Menschen, bis wir an eine Milchstation kamen. Hier herrschte reges Treiben. Wir waren jetzt auch schon ganz nah an Leipzig.
Schon ging es durch die Siedlung am Wasserturm und dann durch Windorf - einen ersten Stadtteil von Leipzig. Schon bald waren wir aber wieder aus der Stadt draußen, denn wir gingen durch die Elsterauen. Dieses Gebiet ist in dieser Jahreszeit herrlich. Überall sprießt frisches Grün und der Boden ist übersät mit Bärlauch. Nun, Fabio ist leider überhaupt kein Fan von Bärlauch und fand es nicht so toll, daß ich ein Blatt getestet hatte. Daß im Frühjahr auch die Knospen von Buchen gut schmecken, wollte er nicht glauben. Bei dieser Meinung blieb er auch nachdem er sie getestet hatte.
Dieses Auengebiet endete mit einer kleinen Staustufe, an der gerade Fahrräder registriert wurden.
Weiter ging es entlang der Pferderennbahn
Wir hatten für den Tag keine echten Vorräte dabei und weil es Karfreitag war, mußten wir auch nicht nach Geschäften suchen. Daher beschlossen wir in dem Café zur Rennbahn zumindest einen Kaffee zu trinken.
Dann ging es weiter durch eine schöne Parklandschaft. Her geht der Clara-Zetkin-Park, nahtlos über in den Johannapark. Am Ende waren wir schon direkt in Leipzigs Zentrum.
Hier wechselt man ganz automatisch von einem Wander- in einen Bummelrhythmus. Wir bestaunten noch einige Gebäude. Irgendwann hatte Fabio dann doch Hunger und wir nutzten das gute Wetter, um noch draußen eine Kleinigkeit zu essen.
Direkt gegenüber war das Zeitgenössische Forum Leipzig. Fabio hatte großes Interesse, dieses Haus zu besuchen. Wir beide waren überwältigt von der Ausstellung, die wirklich sehr abwechslungsreich und interessant war. So verbrachten wir einige Zeit dort. Den ursprünglichen Plan, zu Fuß zur Jugendherberge zu gehen, haben wir schnell über Bord geworfen. Irgendwann mußten wir aber doch los und gingen zum Bahnhof und von dort mit der S-Bahn in Richtung Jugendherberge. Ich muß leider sagen, daß dieses Stück ohnehin keine schöne Wanderstrecke gewesen wäre und so waren wir beide froh, alles richtig gemacht zu haben. In der Jugendherberge haben wir und frisch gemacht, die Betten bezogen und sind dann noch in die Stadt gefahren.
Den Abend wollten wir gemütlich ausklingen lassen. So ging es in ein „Hans im Glück“. Wir beschlossen am nächsten Morgen nochmals in das Zeitgenössische Forum zu fahren, um dann gegen 14:00 die Heimreise anzutreten.
Die Rückfahrt war natürlich lange. Wir hatten aber Glück, denn bis Frankfurt begleitete uns eine nette Dame, die mit uns Kniffel gespielt hatte. In Mainz kam dann mit einem kleinen Fanclub des FCK der ein oder andere Ersatzspieler für das Kniffel.
Die Gruppe stieg mit uns auch in Neunkirchen um und so hatten wir nie Langeweile.
Gegen 21:30 Uhr waren wir dann wieder daheim. Eine tolle Woche war vorüber und wir beide waren uns sicher, dass die Tour weitergehen wird.