Zu Wasser, zu Lande und quasi in der Luft

Ich muss schon sagen, dass unsere Unterkunft sehr entspannt war und wir sehr locker am Frühstückstisch saßen. Es waren auch noch ein paar Handwerker auf Montage mit dabei und sie alle nahmen das Ausscheiden der Deutschen Mannschaft in der WM-Vorrunde ganz sportlich und locker.
Wieder war das Wetter herrlich und es versprach ein wunderbarer Wandertag zu werden. Eigentlich hatte ich eine leicht andere Routenführung vorgesehen, aber die Heilstätten Beelitz klangen doch zu verlockend.
Zunächst führte unser Weg durch Beelitz mit vielen schönen Häusern. Als Proviant kauften wir uns noch ein paar Teilchen. Gleich hinter Beelitz ging es in den Wald und dort über schöne Pfade. Dieser Bereich gehört zum Naturpart Nuthe-Nieplitz. Sehr gut hat uns ein Pfad gefallen, der den Titel "Baum des Jahres" trägt. Hier wurde für jedes Jahr der Baum des Jahres gepflanzt und auf einer Infotafel gab es Informationen zu diesem Baum.
Nach 4,5 km kamen wir in den Bereich der Heilstätten Beelitz. Das sind teilweise sehr schöne Villen und dagegen stehen dann zahlreiche verfallene Villen.
Wir lagen gut in der Zeit und wollten den Baumkronenpfad besuchen. Tatsächlich mussten wir noch etwas warten, da der Einlass noch nicht geöffnet war. So waren wir aber die ersten Besucher des Tages auf dem Baumkronenpfad und hatten die Aussicht für uns alleine.
So gab es gleich ein Wettrennen - Treppe (Arno) gegen Aufzug (Fabio - knapper Sieger). Der Baumwipfelpfad ist durchaus beeindruckend und konzeptionell auch anders, als die klassischen Baumkronenpfade. Hier stehen die verfallenen Ruinen im Vordergrund und natürlich auch, wie sich die Natur dieses Gebiet wieder erobert.
Natürlich wäre auch der Barfußpfad für uns interessant, aber wir hatten ja noch einiges an Strecke vor uns.
Es ging nun sehr lange geradeaus durch den Wald. Erst die Baustelle an der A10 unterbrach den Weg. Wir hofften, dass es anschließend noch eine Waldschänke gibt, aber das war leider nicht der Fall.
So erreichten wir langsam Caputh. Fabio ließ sich schon ziehen. Wegen der Aussicht bestiegen wir noch eine Sanddüne und gingen dann weiter in die Stadt. Das Schloss und auch das Sommerhaus von Einstein waren uns für jetzt doch etwas zu weit entfernt. Allerdings wollten wir noch Getränke einkaufen und ließen uns von einem Edeka-Schild anlocken. Leider existierte dieses Geschäft nicht mehr und der nächste Laden war etwa 700 Meter entfernt. Für Fabio waren das 700 Meter zu viel.
Die 50 Meter bis zu einem Dönerladen gingen aber noch ...
Nach dieser Stärkung wollte Fabio aber trotzdem nicht weiter zu dem Geschäft laufen, sondern schnellstmöglich zu unserer Unterkunft. Hier ging es dann mit der Fähre über den Templiner See zur Halbinsel "Himmelreich". Unsere Pension fanden wir dann auch gleich und der nette Gastgeber gab uns noch ein paar Tipps.
So legten wir die Sachen ab und dann ging es zum Schwimmen in den Templiner See. Anschließend fuhren wir wieder mit der Fähre zum anderen Ufer, um im Fährhaus ein leckeres Abendessen am See zu genießen.