Der sonnige Abschluss einer tollen Tour

An diesem Tag wollten wir früh starten und das ist uns auch gelungen. Nach dem Regen war es wieder sehr sonnig, aber noch recht kühl, sogar frostig. In einer Bäckerei wollten wir uns eigentlich auch mit Getränken eindecken, aber leider gab es tatsächlich nur Brötchen und Teilchen.

So starteten wir schon um 7:30 Uhr. Zunächst ging es entlang der Landstraße L126 was aber kein Problem war, denn es gab einen gut begehbaren Seitenstreifen und kaum Verkehr. Nach ca. 3 km ging es dann durch den Wald, der sich tatsächlich recht kühl anfühlte. So waren wir froh, nach ca. 7 km aufs freie Feld zu kommen. Dieser Teil der Strecke war besonders schön – ein Weg umsäumt von Büschen und auf beiden Seiten Felder mit weitem Blick. Nebenbei passierten wir so auch die Grenze von Sachsen-Anhalt nach Brandenburg und betraten so das 8. Bundesland auf unserer Tour. Da wir so früh gestartet waren, lagen wir auch gut in der Zeit. Was nicht mehr so üppig war, das waren unsere Wasservorräte.

Nach der Hälfte der Strecke war Fabio doch etwas müde und betonte, dass wir noch kein richtiges Essen hatten. Er zog seine Schirmmütze tief ins Gesicht und verpasste so einen Höhepunkt dieser Tagesetappe – Zwei Rehe wurden im Wald wohl aufgeschreckt und liefen geradewegs auf uns zu. Wenige Meter vor dem Zusammenprall konnten die Tiere noch abdrehen.

Der Hunger und Durst war bei Fabio aber doch schnell wieder da. Ich sagte, dass es Dennewitz einen Gasthof gibt. Das wären noch rund 4-5 km gewesen. Doch wir hatten Glück, denn in dem kleinen Örtchen Gölsdorf gab es ebenfalls ein Gasthaus mit nettem Biergarten und sympathischen Betreibern. Schnell bekam Fabio ein Getränk. Er bestellte sich ein Müllersteak und ich bekam ein Junggesellenfrühstück (Currywurst mit Bohnensalat, Brot und zwei Spiegeleiern). So konnten wir entspannen und Kraft tanken. Fabio war anschließend auch wieder gut in Form und wir entdeckten den Charme des kleinen Straßendorfes Gölsdorf mit seinen 200 Einwohnern.

Nun führte Unser Weg ein Stück entlang der L81 bis wir kurz vor dem Ortseingang von Dennewitz abbogen. Es war jetzt nicht mehr weit. Ein Stück ging es entlang des Bahndamms und dann immer in Richtung Jüterbog. Die Türme des Städtchens kamen immer näher. Fabio ging den Rest der Strecke mit Musik auf den Ohren, aber das war auch OK. So erreichten wir doch recht früh unsere schöne und familiäre Unterkunft in Jüterbog. Wir machten uns kurz frisch und Fabio testete den Fernseher und dann machten wir uns auf in die Stadt Jüterbog. Das Wetter war herrlich. An einem Teich sahen wir noch ein Nutria, oder eine Bisamratte, die friedlich ihre Kreise zog. Fabio ging nah an das Ufer, was einem brütenden Schwan überhaupt nicht gefallen hat.

In der Stadt fand Fabio noch ein Geburtstagsgeschenk für Miao – ein Schlüsselanhänger „Hotel Mama“. Ursprünglich plante ich Tapas zum Abschluss unserer Tour, doch das Restaurant war geschlossen. So schauten wir uns noch etwas um und landeten schließlich im rustikalen Gasthaus Schmied, wo wir uns ein schönes Abschlussessen gönnten. Diesmal genehmigten wir uns sogar noch ein Dessert. Das Essen dort war prima und die Bedienung sehr freundlich.

Anschließend schauten wir noch ein wenig ZDF-Info und gingen früh ins Bett.

Kirche

Am Morgen

Ideal zum Radeln, Skaten

Zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg

Genau die Hälfte des Tage ist geschafft

Am Flaming Skate

Gölsdorf

Gölsdorf

kurz vor dem Ziel

Blanker Teich

Kein Biber

Dammtor

Jüterbog

Jüterbog

Am nächsten Morgen ging es gleich früh los. Ein Frühstück war zeitlich nicht drin und wir gingen schnell die zwei Kilometer bis zum Bahnhof. Wir fuhren zunächst nach Wittenberg. Dort sahen wir im Warteraum Reiner Haseloff, über den wir zwei Tage zuvor noch geplaudert hatten, als wir durch seinen Geburtsort gewandert sind. Ich glaube auch in Sachsen-Anhalt kann er sich mehr oder weniger unerkannt bewegen.

Natürlich war die Rückfahrt lang und für Fabio langweilig. Hinzu kam noch, dass die ursprüngliche Verbindung nicht möglich war und wir eine Stunde später erst in Gennweiler ankommen konnten.

Es war eine tolle Tour mit vielen Eindrücken. So kamen wir glücklich in Gennweiler an und konnten mit Miao den Geburtstag feiern. Es kam uns länger vor, als es tatsächlich war. So sind wir im Winter gestartet und kamen im Sommer zum Grillen auf der Terrasse wieder an.