Gotha - Erfurt

Unser letzter Wandertag für die 5. Tour fing ganz ruhig an. In unserer schönen Pension Regina gönnten wir uns in aller Ruhe noch ein Frühstück. Das Wetter war nun nicht mehr so toll und sah sehr grau aus. Nachdem wir aber am Vortag so zerstochen wurden, waren wir darüber sogar richtig froh.
Da unsere Etappe am Vortag eigentlich bis Grabsleben geplant war, mussten wir also eine gewisse Strecke aufholen. Und das gelang uns auch mit einem Bus. Wir gingen also zunächst von unserer Pension zum Bahnhof, um dort den passenden Bus zu finden. Das war alles kein Problem und der leichte Regen störte uns auch nicht.
Unsere Fahrt ging bis nach Grabsleben. Grabsleben ist nur ein sehr kleiner Ort und von dort ging es dann über Felder weiter in Richtung Erfurt. Die Strecke war eigentlich ganz ähnlich zum Vortag nur war die Temperatur nun sehr angenehm und wir wurden auch nicht zerstochen. Fabio war auch gut gelaunt und beschäftigte sich gedanklich mit seinem aktuellen Berufswunsch – Archäologe.
Allerdings ging es so leider nicht weiter. Der Regen wurde nun immer stärker und die Wolken immer dunkler. Das war für uns eigentlich kein Problem – immerhin sind wir von unseren beiden Touren in den Osterferien an Regen gewöhnt. Was uns Sorgen bereitete, war das aufziehende Gewitter. Der Abstand zwischen Blitz und Donner wurde immer geringer und so suchten wir nach einem sicheren Unterschlupf. Das wurde dann eine Entscheidung zwischen Gamstädt und Kleinrettbach. Wir entschieden uns für Gamstädt und beeilten uns, denn das Gewitter und der Regen wurden immer stärker. Thüringens Städte haben uns sehr begeistert – Thüringens Dörfer sind dagegen doch extrem ruhig. So fanden wir aber zumindest in einer Bushaltestelle Unterschlupf. Dort telefonierten wir mit Miao, denn unsere Mädels waren ja schon auf dem Weg nach Erfurt. Die beiden steckten aber auch im Stau und hatten auf dem Weg ebenfalls viel Regen.
Unser Plan B war eigentlich, dass wir auf eine Regenpause warten und dann bis Frienstedt wandern, um dort auf Miao und Alia zu warten. Das schien aber kein guter Plan zu sein. Zum einen zeichnete sich keine Regenpause ab und zum anderen war ließ es sich nicht abschätzen, bis wann Miao und Alia es nach Frienstedt schaffen könnten.
Unser Plan C war es dann, einfach mit dem Bus nach Erfurt zu fahren. Der Bus fuhr nicht direkt nach Erfurt sondern nach „Airfurt“ (dem Flughafen Erfurt/Weimar). Dort aßen wir eine Kleinigkeit in einem Bistro und konnten die Kleider etwas trocknen. Dann ging es mit der Straßenbahn in die Innenstadt von Erfurt. Wir landeten schließlich in der Nähe vom Dom und schauten uns ein wenig die Stadt an. Erfurt ist toll – auch mit nassen Kleidern.
Wir gingen dann langsam zur Jugendherberge. Da es mit der Ankunft von Miao und Alia noch dauerte, konnten wir schon die Betten beziehen und im Aufenthaltsraum an einem recht abgerockten Tischkicker spielen.
Eine tolle Tour de Thüringen neigte sich dem Ende zu. Wir hatten aber noch eine ganzen Tag mit der gesamten Familie, um Erfurt anzuschauen und die Stadt hat uns allen super gut gefallen.
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Tour ab Erfurt.
Unser Urlaub ging gemeinsam noch weiter mit einem Besuch in Legoland bei Ulm, ein paar Tagen am Bodensee und dann noch einer tollen Zeit in Scheidegg im Allgäu.
Die Strecke von Point Alpha nach Erfurt war aber eine ganz tolle Wandertour (auch wenn wir bei die letzte Tagesetappe „unterwandert“ haben).
Es geht weiter – ganz sicher!