In Illingen gab es einen sehr schönen Themenweg "Rund ums liebe Vieh". Leider konnte dieser Themenweg aber nicht mehr betrieben werden, da wichtige Eckpfeiler - insbesondere die Käserei Hirztal - geschlossen wurden.
Nun hat die Gemeinde aber bei einem sehr ähnlichen Streckenverlauf einen neuen Themenweg geschaffen und 10 spannende Stationen aufgebaut. "Rund um deinen Fußabdruck" behandelt das CO² und Ressourcenverbrauch.
Bei der Eröffnung waren zahlreiche Bürger mit dabei und gingen gemeinsam eine abgekürzte Wegführung.
Um dem negativen Fußabdruck auch einen positiven Handabdruck entgegen zu setzen, bin ich die Strecke mit Müllgreifer abgelaufen und es kam auch hier eine ganze Tasche mit Müll zusammen.
Weil ich bei dieser Wanderung (und an jedem anderen Tag auch) Müll gesammelt habe, durfte ich bei der Eröffnung des Themenweges auch ein Statement abgeben.
Der ökologische Fußabdruck ist immer ein negativer Beitrag. Er kann größer oder kleiner sein, aber er ist negativ. Dagegen kann man aber einen positiven Handabdruck setzen. Müllsammeln ist so ein Beitrag.
Jede Plastiktüte die eingesammelt wird, belastet die Umwelt weniger. Werden Stoffe dem Kreislauf wieder zurück geführt, dann spart das Energie (z. B. bei einer Pfandglasflasche). Selbst wenn der Müll verbrannt wird, ersetzt er (noch) andere fossile Energieträger, wie Kohle.
Foodsharing ist ein richtig großer Beitrag, gegen Ressourcenverschwendung. Hinzu kommen noch die Hühner, die Abfälle erwerten und komplett ohne zusätzliches Futter auskommen.
Es gibt aber auch Tabuthemen, die sehr einfach sind, aber selten umgesetzt werden. Das ist der Umgang mit Urin. Urin und Fäkalien werden mit viel sauberen Trinkwasser weggespült und belasten Flüsse und später die Meere. Der Nährstoffeintrag ist für Flüsse und Meere sehr problematisch und durch die Industrialisierung der Landwirtschaft steigt die Freisetzung von reaktivem Stickstoff immer mehr (Haber-Bosch-Verfahren). Es ist viel sinnvoller, den eigenen Urin im Garten zu vergießen. In einem Verhältnis von 1 zu 10 oder 1 zu 20 erhält der Garten die Nährstoffe zurück, die er benötigt. Die kritische Ressourcen Trinkwasser wird dabei geschont.
Wie immer, gibt es aber eine Einschränkung. Menschen, die rauchen, oder starke Medikamente nehmen, sollten keine Nutzpflanzen mit ihrem Urin wässern.
Links:
https://www.illingen.de/kultur-und-freizeit/tourismus-sehenswertes/
