Ich hatte die Gelegenheit, Dr. Yi-Ting Wang, Fellow am Käthe Hamburger Kolleg der Universität des Saarlandes, bei einem Projekt zu den Rechten der Natur zu unterstützen.

Das von dem Künstler Camille de Toledo initiierte Projektkonzept war äußerst spannend. Im Mittelpunkt standen sowohl die theoretische Idee als auch konkrete Beispiele dafür, die Natur als Rechtssubjekt zu betrachten.

Was wäre, wenn die Saar als Fluss eigene Rechte hätte und diese auch rechtlich vertreten werden könnten? Ausgangspunkt des Projekts war eine Ausstellung in der Stiftung Demokratie Saar. In einer Podiumsdiskussion wurden dort verschiedene Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert, in denen Natur als Rechtssubjekt verstanden wird.

Die unterschiedlichen Perspektiven auf dieses Thema wurden anschließend im Rahmen mehrerer „River Walks“ vertieft. Einer dieser Spaziergänge mit dem Titel „Was die Saar mit sich trägt“ wurde mit einer Aufräumaktion entlang des Flussufers verbunden. Der dabei gesammelte Müll wurde nicht nur geborgen: Dr. Yi-Ting Wang bereitete ausgewählte Fundstücke wie Beweisstücke eines Vergehens auf. Dadurch wurde anschaulich verdeutlicht, dass die Verschmutzung des Flusses aus der Perspektive der Saar als ein ihr zugefügtes Unrecht verstanden werden kann.

Die Ergebnisse dieses River Walks sowie die Erkenntnisse der weiteren Veranstaltungen wurden später in Form von Videoinstallationen, Präsentationen der gesammelten Fundstücke und weiteren Ausstellungsbeiträgen vorgestellt. Präsentiert wurden sie im Rahmen des Abschlussforums am Osthafen in Saarbrücken am 4. Juli.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich hier: https://cure.uni-saarland.de/2026/07/14/rueckblick-zum-fest-und-buergerinnenforum-rivers-beyond-borders-die-saar-als-arbeiterin/